AKTIEN und FONDS

Hanf Aktienfonds

Globale Informationen

Aktien und Fonds

Was ist eine Aktie

Exkurs: Ein Unternehmen sucht Kapital für seine Geschäftsaktivitäten. Das Unternehmen kann nun entweder einen Kredit (Fremdkapital) aufnehmen, also Verbindlichkeiten eingehen, oder es kann eine Beteiligung am Unternehmen anbieten, also Eigenkapital. Anlegerinnen sollten wissen, dass sie bei einer solchen Beteiligung Aktien erwerben. Diese sind charakterisiert durch:

  • Eine Beteiligung am Unternehmen, keine Laufzeit, keine Rückzahlung
  • Eventuell eine jährliche Dividende (Gewinnausschüttung an die Aktionäre, nicht fix, abhängig von der Dividendenpolitik des Unternehmens)
  • Ein geregeltes Mitspracherecht bei der jährlichen Hauptversammlung

Beteiligung an Unternehmen durch Erwerb von Aktien

Durch die Beteiligung an einem Unternehmen investiert die Anlegerin bzw. der Anleger unmittelbar in die Firma, das vorhandene Know-How und deren Ideen. Wenn ein Unternehmen gute Produkte erzeugt und professionell gemanagt ist, dann kann der Gewinn und damit der Wert des Unternehmens langfristig steigen. Bei der Veranlagung in Aktien sprechen wir also von Investments in Produktionsanlagen, Humankapital, Gebäude, Marken, Rechte, Rohstoffe usw. – dies wird oft auch „reale Werte“ genannt.

Was macht ein Aktienfonds?

Als Anlegerin und Anleger kann man selber in einzelne Aktien investieren. Doch wie sondiert man die Geschäftsfelder und erzielt eine ausreichende Streuung? Hier können Aktienfonds eine sinnvolle Alternative darstellen. Diese veranlagen (investieren) üblicherweise in 25 bis 100 Aktien.

Für jeden Aktienfonds gibt es Richtlinien (Fondsbestimmungen). Diese legen fest, in welche Aktien oder in welchen Aktienmarkt der jeweilige Fonds investieren darf.

Grundsätzliche Einteilungskriterien sind z.B.

  • nach Ländern
  • nach Branchen
  • nach Marktkapitalisierung usw.

Wie funktioniert ein Aktienfonds?

Jeder Aktienfonds wird durch einen oder mehrere Experten betreut (Fondsmanager). Dieser wählt gemäß den Vorgaben die entsprechenden Titel aus und kauft diese an geregelten Märkten (Börsen).

Ein Aktienfonds besteht aus vielen Aktien – dem Portfolio

Ein Aktienfonds soll einen ausgewählten Aktienmarkt mit breiter Streuung abdecken. Das eingezahlte Kapital muss in der Regel (entsprechend der Fondsbestimmungen)  vollständig in Aktien investiert werden. Bargeld (Cashposition) spielt in einem Aktienfonds nur eine untergeordnete Rolle.

Die Entscheidung welche Aktien gekauft werden, obliegt dem zuständigen Fondsmanagement. Die Summe aller Vermögenswerte (Aktien) im Fonds nennt man auch Fonds-Portfolio.

Der Aktienfonds aus der Sicht der Anleger

Anlegerinnen und Anleger können jederzeit in einen bestehenden Fonds investieren. Üblicherweise ist das auch mit kleineren Beträgen möglich. Für das einbezahlte Kapital erhält man Fondsanteile. Und noch viel wichtiger: Die Fondsanteile können täglich zum aktuellen Wert wieder verkauft werden.

Die Höhe der Ausschüttung legt die Kapitalverwaltungsgesellschaft fest. Sie ist unabhängig von den erzielten Einkünften aus den Dividenden, orientiert sich aber häufig daran.

Sind Aktienfonds sicherer als einzelne Aktien?

Sicherheit ist ein relativer Begriff, der unterschiedlich interpretiert wird. Häufig werden damit Kursschwankungen verbunden. Da einzelne Aktien starken Kursschwankungen unterliegen können – und der Aktienfonds aus vielen Aktien besteht – schwankt der Kurs eines Aktienfonds durch seine Diversifikation (Risikostreuung) geringer.

Fehlende Sicherheit kann auch als Möglichkeit des Totalverlustes des eingesetzten Kapitals verstanden werden. Jede einzelne Aktie kann bis auf Null fallen, wenn das dahinter stehende Unternehmen in Konkurs geht. Hier schützt die Risikostreuung im Portfolio. Durch die Diversifikation ist die Gewichtung der einzelnen Aktien im Verhältnis zum gesamten Portfolio eher niedrig.

Wie wird der Kurs bei einem Aktienfonds ermittelt?

Ein Aktienfonds besteht aus Aktien. Deren Kurse werden an Wertpapier-Börsen ermittelt. Somit gibt es täglich für jeden Titel im Fonds-Portfolio eine aktuelle Bewertung. Aus der Summe aller Vermögenswerte (Aktien und ev. Bargeld) geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile ergibt sich der Rechenwert (Preis) des Fonds.

 Sparplan – Einzahlungen in Schritten 

Um sein Investments vom Kurs eines einzelnen Tages unabhängiger zu machen, gibt es bei Aktienfonds die Möglichkeit die Einzahlungen aufzuteilen. So ist es möglich z.B. EUR 100,- pro Monat (über einen längeren Zeitraum) zu veranlagen. Damit werden Anlegerinnen und Anleger zwar niemals den optimalen (niedrigster Kurs) Kaufzeitpunkt erzielen, aber auch nicht den schlechtesten (höchster Kurs). Durch die regelmäßige Veranlagung ergibt sich ein Mischkurs, der sogenannte Cost-Average Effekt. 

Wie kaufe ich den gewünschten Aktienfonds?

Voraussetzung für den Erwerb von Aktienfonds ist ein Wertpapierdepot, welches bei der Hausbank oder online beantragt werden kann. Aktienfonds werden auch an den Wertpapier-Börsen gehandelt. Anlegerinnen und Anleger, die einen Fonds ausgewählt haben, teilen die WKN (Wertpapierkennnummer) ihrer Hausbank mit oder ordern direkt online. 

Aktienfonds bieten Anlegerinnen und Anlegern die Möglichkeit, sich schon mit kleinen Beträgen an einer Branche mit hoher Streuung zu beteiligen – und somit an der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Unternehmen teilzuhaben.

Es gibt viele unterschiedliche Aktien und Aktienmärkte – und ebenso gibt es eine große Anzahl an Aktienfonds, die diese Märkte abdecken. Der große Vorteil eines Aktienfonds im Vergleich zu einer einzelnen Aktie liegt in der Aufteilung des veranlagten Kapitals auf viele Unternehmen, die in unterschiedlichen Ländern und/oder Branchen tätig sind. Diese breite Streuung nennt man in der Fachsprache auch „Diversifikation“.

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